Alles rund um den Druck

Verpackungen und Drucksachen

Übertragungswege und Datenträger

CD, DVD und Blu-ray

CD

DVD

Blu-ray

Tonformate

Sonstiges

Erstellen einer DVD-Video von einer Imagedatei 

Was ist der Unterschied zwischen „progressive“ (p) und „interlaced“ (i)?

Welche Lizenzen sind für Blu-ray Produktionen nötig?

Labeldruck bei der Pressung (Offset/Siebdruck)

Wählen Sie zwischen Sieb- und Offsetdruck als Labeldruck-Verfahren mit bis zu sechs Farben. Wir empfehlen eine weiße Unterdruckung, um die optischen Unterschiede zwischen dem metallisierten und dem transparentem Teil der Disc auszugleichen. Der weiße Unterdruck zählt bereits als erste Farbe. Der Siebdruck ist besonders für Drucke mit Sonderfarben mit flächigen Darstellungen geeignet. Bei diesem Druckverfahren kommen die Farben brillant zum Ausdruck. Drucke in den Euroskalen-Farben (CMYK) werden meist im Offsetverfahren umgesetzt. Der Offsetdruck eignet sich besonders für fotorealistische Darstellungen und Farbverläufe, da feinere Raster und größere Tonwertumfänge möglich sind.
Eine Veredelung mit Glanz- oder Mattlack (vollflächig oder partiell) kann als sechste Farbe aufgebracht werden. Sonderfarben werden nach dem PANTONE solid coated matching system im Siebdruckverfahren gedruckt.

Labeldruck Brennservice (Thermoretransfer)

Für die Produktion von CD-R, DVD-R sowie BD-R als Kleinserie bieten wir die Bedruckung im Thermoretransfer-Verfahren an. Bitte beachten Sie, dass dieser Druck technologiebedingt nicht farbverbindlich ist. Für dieses Verfahren benötigen wir ein Label mit 400 dpi Auflösung. Bitte stanzen Sie den nicht bedruckten Innenring in Ihren Druckdaten nicht aus, falls minimale Anpassungen am Druckroboter erforderlich sein sollten.

Verpackungen und Drucksachen

Der Druck von Kartonverpackungen und Papier-Drucksachen (Cover, Inlays, Booklets) erfolgt bei Auflagen ab 500 Stück im Offsetverfahren. Für Kleinserien werden Papierdrucksachen im Digitaldruck hergestellt. Bitte beachten Sie, dass der Digitaldruck nicht farbverbindlich ist.

Übertragungswege und Datenträger

Als Email bis max. 10 MB oder als physikalisches Medium per Post, wie z.B. CD-R, DVD-R, USB-Stick oder als Upload-Link per FTP oder andere Dienste wie Wetransfer.

Dateiformate: Stellen Sie uns bitte nach Möglichkeit eine druckfähige PDF-Datei zur Verfügung: Graustufen-Farbbilder sollten mindestens 300 dpi, Schwarz-Weiß Bilder mindestens 1200 dpi aufweisen. Alle Farbbilder müssen in den Druckfarbraum CMYK gewandelt sein. Sonderfarben oder Veredelungsebenen bitte als solche im Format Pantone anlegen. Der maximale Gesamtfarbauftrag sollte bei gestrichenem Papier nicht höher als 320% und bei ungestrichenem Papier nicht höher als 250% liegen. Denken Sie daran, alle Schriften in das PDF Dokument einzubetten. Ihre Stanz- und Schnittmarken sollten als separate Sonderfarbe angelegt sein oder die entsprechende Ebene sollte vor der Erstellung des druckfähigen PDFs ausgeblendet werden. In der Regel benötigen alle Drucksachen eine Beschnittzugabe von 3mm.

Offene Dateien:  Sie sind sich nicht sicher oder wünschen sich, dass wir noch einmal drüber schauen? Kein Problem. Schicken Sie uns Ihre offenen Dateien. Beachten Sie aber bitte, dass alle Komponenten mitzuliefern sind. Das betrifft alle Verknüpfungen wie hochauflösende Bilder und lizenzfreie Schriftfonts. Wandeln Sie bitte Ihre lizensierte Schrift in Pfade um.

CD

CD Compact Disc, Speichermedium für Daten mit einer Kapazität von circa 650 MB.

CD-Extra: Kombination aus CD-ROM und Audio CD.

CD-R: CD-Recordable. CDs für den CD-Brenner.

CD-RW: Wiederbeschreibbare CD.

DVD

DVD Digital Versatile Disc: Universelle Disc mit hoher Speicherkapazität und schnellem Zugriff. Basierend auf dem mpeg-2 Standard können Audio-, Computer- und Videodaten gespeichert werden. Es gibt verschiedene DVD-Formate mit unterschiedlich vielen Datenschichten, bespielten Seiten und Speicherkapazität. Die Formate gliedern sich auf in DVD-5, DVD-9, DVD-10, DVD-18.

DualDisc: Die DualDisc ist zwei Produkte in einem und verbindet die bekannte CD- mit der neuen DVD-Technologie. Indem eine übliche CD (Audio oder ROM) mit der Halbseite einer DVD 5 verklebt wird, entsteht die DualDisc. Mit doppeltem Nutzen und doppelten Vorteilen.

DVD-5 Single sided / Single layer: Speicherkapazität bis 4,7 GB.

DVD-9 Single sided / Dual layer: Diese DVD besteht aus 2 Schichten, wobei die untere Schicht halbtransparent ist. Ein zweiter Laser liest die zweite Schicht durch die erste hindurch. Speicherkapazität bis 8,5 GB.

DVD-10 Double sided / Single layer: Diese DVD ist von beiden Seiten beschrieben und muss manuell gedreht werden. Speicherkapazität bis 9,4 GB. Wird häufig verwendet bei Kombination von PAL- und NTSC- codierten Inhalten auf einer Disc.

DVD-18 Double sided / Dual layer: DVD mit dem größten Fassungsvermögen. Dieser Typ ist auf beiden Seiten doppelt beschrieben. Speicherkapazität bis 17 GB.

DVD Video: DVD speziell für Videosignale, sie ist bekannt als DVD.

DVD+RW: Digitales DVD-Aufnahmemedium v.a. für Videoanwendungen ohne Nachbearbeitung, kompatibel zu heutigen DVD-Playern.

DVD-Audio: Auf DVD Standard basierende AudioCD mit verbesserter Tonqualität gegenüber der normalen CD.

DVD-R: DVD-Recordable, die einmal bespielt werden kann. Im Book D beschriebener Standard für eine einmal beschreibbare DVD. Es gibt sie als 12-cm-Disc (Datenkapazität: 3,9 GB einseitig, 7,8 GB doppelseitig) und als 8-cm-Disc (Datenkapazität: 1,2 GB einseitig, 2,3 GB doppelseitig). Die DVD-R funktioniert nach dem selben Speicherprinzip wie die CD-R. Sie hat eine Farbstoff-Beschichtung (Dye), die unter der Hitzeeinwirkung des Schreiblasers gemeinsam mit dem Kunststoffträger mechanische Markierungen (Pits) ausbildet. Diese Informationen kann der Abtast-Laser erkennen und an die Auswerte-Elektronik weiterleiten. Die meisten Laufwerke können DVD-R-Medien lesen.

DVD+R: Ähnlich wie DVD-R, aber mit anderer Beschreib-Technologie und von anderen Herstellern.

DVD-RAM: Digitales mehrmals bespielbares DVD-Aufnahmemedium für Computeranwendungen.

DVD-RW: Digitales DVD-Aufnahmemedium v.a. für Videoanwendungen mit Möglichkeit der Nachbearbeitung, teilweise kompatibel zu heutigen DVD-Playern.

Blu-ray

Die Blu-ray Disc basiert auf einem blauvioletten Laser mit 405 nm Wellenlänge. Bei einem Durchmesser von 12 cm fasst eine Scheibe bis zu 25 GB (einlagig) bzw. 50 GB (zweilagig) an Daten. Eine 4-lagige Version der Blu-ray Disc, die auf einer Seite circa 100 GB fassen soll, wurde von TDK vorgestellt. Ein wichtiger Bestandteil der Spezifikation ist auch ein Kopierschutz in Form einer eindeutigen Identifikationsnummer. Blu-ray Discs eignen sich besonders gut für HDTV, das Dank der hohen Auflösung eine bessere Qualität als die gängigen Systeme PAL und NTSC bietet. Allerdings benötigt HDTV auch dementsprechend mehr Speicherplatz. Eine weitere Neuerung an der Blu-ray Disc ist der verkürzte Abstand des Lasers zum Datenträger, sowie die geringere Wellenlänge (andere Farbe) des Laserstrahls. Somit werden Schreibfehler und stärkere Streuungen nochmals verringert.

BD-25: Blu-ray Disc mit 25 GB Datenkapazität (Single Layer).

BD-50: Blu-ray Disc mit 50 GB Datenkapazität (Dual Layer).

BD-R Blu-ray Disc: Einmalig beschreibbar – Verwendung für: Aufnehmen von HDTV-Programmen, Daten-Archivierung, Camcorder oder Profi-Filmen.

BD-RE Blu-ray Disc: Mehrfach beschreibbar – Verwendung für: Aufnehmen von HDTV-Programmen, Daten-Archivierung, Camcorder oder Profi-Filmen. Blu-ray Typen

BD-ROM Blu-ray Disc: Nur lesen – Verwendung für: Computer Software, Games, Spielfilme.

Tonformate

Die BD und die DVD besitzen die Möglichkeit, mehrere verschiedene Tonformate unterzubringen. Eine Kombination aus normalem 2-Kanalton in CD-Qualität (PCM) und Mehrkanalton ist möglich, dafür hat man 8 Tonspuren zur Verfügung.

MPEG-Audio: Komprimiertes Signal, das verschiedene Qualitäten aufweist. Bei DVDs kommt sowohl MPEG-1 als auch MPEG-2 vor. MPEG-2 ist ein Mehrkanaltonsystem. Möglich sind: 1 Kanal (mono), 2 Kanal (stereo) und 5.1 Kanal (3 Lautsprecher vorn, 2 Lautsprecher hinten, 1 Subwoofer).

Dolby Surround: Beim Surround System benötigt man wieder mehrere Boxen (s.o.), sowie einen Dolby Surround Verstärker/Decoder. Die Surround Daten werden gebündelt und über das Stereosystem wiedergegeben. Für die Bündelung benötigt man den Verstärker.

Dolby Digital: Hierbei handelt es sich um ein digitales Mehrkanal-Tonsystem, wobei die einzelnen Tonkanäle getrennt voneinander bestehen. Es gibt bis zu sechs voneinander getrennte Kanäle, die nebeneinander bestehen und für glasklaren digitalen Sound sorgen. Dolby Digital arbeitet mit bis zu 5.1 Kanälen.

DTS-Digital Surround: DTS ist ein Mehrkanal-Tonsystem. Es komprimiert die Audiodaten jedoch nicht zu stark, so dass der Qualitätsverlust gering ist. Um in den Genuss des DTS Soundsystems zu kommen, benötigt man einen speziellen DTS-Decoder. Die DVDs, die mit diesem Tonsystem ausgestattet sind, haben auch oft einen höheren Preis. DTS wird im Kinobereich oft eingesetzt, ist aber für die DVD-Produktion ein aufwendiges Verfahren.

Erstellen einer DVD-Video von einer Imagedatei

Nach dem Herunterladen der von Dicentia Germany erstellten Imagedatei ist die DVD-Video folgendermaßen leicht zu erstellen:

Windows – z. B. Nero Burning Rom: Im Fenster „Neue Zusammenstellung“ legen Sie zu Beginn eines Kopiervorgangs die Optionen für das Kopieren fest. Sie können das Fenster über die Schaltfläche Kopieren des Hauptbildschirms öffnen. Im Auswahlmenü werden nur die Disktypen angezeigt, die der Brenner unterstützt. Kann der Brenner nur CDs brennen, ist das Drop-Down Menü ausgegraut.
Wählen Sie die Registerkarte Image. Der Bereich Image-Datei ist nur aktiv, wenn auf der Registerkarte Kopieroptionen das Kontrollkästchen Direktkopie deaktiviert ist.
Geben Sie den Pfad zu der heruntergeladen Imagedatei im Feld Image an. Legen Sie eine leere, beschreibbare DVD ein und drücken Sie auf Kopieren.

Mac – z. B. Toast: Klicken Sie in der linken Seite des Toast-Fensters auf Kopieren und wählen Sie Imagedatei. Fügen Sie die heruntergeladene Discimagedatei hinzu, indem Sie auf Auswählen klicken. Deaktivieren Sie in den Optionen Fit-to-DVD-Videokomprimierung. Legen Sie eine leere, beschreibbare DVD ein und klicken Sie auf die rote Schreiben-Schaltfläche. Wählen Sie die Aufzeichnungsoptionen und klicken Sie auf Schreiben, um den Vorgang fortzusetzen.

Sie können jede beliebige Brennsoftware verwenden; brennen Sie aber immer den Inhalt der Imagedatei auf die DVD, niemals die Datei selbst, da dadurch keine DVD-Video entsteht. Auch “drag and drop” führt oft dazu, dass das Image als Daten-DVD gebrannt wird!

Was ist der Unterschied zwischen „progressive“ (p) und „interlaced“ (i)?

Progressive Bildsignale (Vollbildtechnik) sind in der Computerwelt schon lange Standard. Alle PCs und Monitore arbeiten mit einer progressiven Bildverarbeitung über den VGA-Anschluss.

Interlaced Bildsignale (Halbbildtechnik) kommen aus der Fernseh- und Videowelt. Das TV-Signal von den Sendeanstalten, Videorekordern, DVD-Playern oder DVD-Rekordern besteht jeweils aus zwei Halbbildern. Der große Nachteil der Halbbildtechnik liegt darin, dass es zu Bewegungen zwischen den Halbbildern kommen kann: das typische Zeilenflimmern.

Welche Lizenzen sind für Blu-ray Produktionen nötig?

AACS für Blu-ray: Das Advanced Access Content System (AACS) ist ein für die Blu-ray Disc vorgeschriebener Kopierschutzmechanismus. Der Contentinhaber muss eine AACS License ID besitzen, oder diese beantragen. http://www.aacsla.com

AACS „Managed Copy“ für Blu-ray: Ab Anfang 2010 ist es möglich, Kopien der gepressten Blu-ray Disks anzulegen. Die sogenannte „Managed Copy“ soll als Sicherung der Original-Blu-ray dienen. Wie viele Sicherungen sich von einem Film anfertigen lassen, kann der Hersteller der Disk festlegen, mindestens eine Kopie muss jedoch erlaubt sein. http://www.aacsla.com

ISAN für Blu-ray: Im Rahmen der Blu-ray Master Erstellung muss der Contentinhaber dem ausführenden Authoring-Studio einen ISAN-Code bereitsstellen. Dieser ist gemäß den Vorgaben seitens der AACS erforderlich und benötigt eine weitere Registrierung. http://www.isan.org

Blu-ray Logo: Falls auf der Disc oder der Verpackung ein Blu-ray Disc Logo, ein Region Playback Control (RPC) Logo und/oder die Region Protection Control Funktionalität vewendet werden soll, ist eine zusätzliche Registrierung bei der Blu-ray Disc Association notwendig. http://www.blu-raydisc.info